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Das Berufsvorbereitungsjahr der Mathilde-Planck-Schule dient zur Berufsfindung. Bei der Wagner Gebäudereinigung in Asperg informieren sich die Schülerinnen über den Lehrberuf Gebäudereiniger/in. 

Muss man Putzen lernen?

Berufsschule informiert sich bei Wagner Gebäudereinigung

„Das ist die Reinigungsfirma, die bei uns durch die Schule düst“, erklärt die 18jährige Leila stolz ihrer Mitschülerin, als sie das schmucke blau-weiße Verwaltungsgebäude der Firma Wagner Gebäudereinigung in Asperg betreten. Das Unternehmen wurde vor 30 Jahren gegründet und beschäftigt heute über 800 Mitarbeiter. Kunden sind etliche Kommunen im Landkreis, viele namhafte Firmen wie zum Beispiel AMG, Vodafone oder Wüstenrot sowie private Haushalte.

Die Schulklassen 4 und 6 des Berufsvorbereitungsjahres der Mathilde-Planck-Schule, Berufsschule am Römerhügelweg Ludwigsburg, wurden von Firmeninhaber Harry Wagner eingeladen, um über das Berufsbild des Gebäudereinigers zu informieren. Er bestärkte die Schülerinnen darin, wie wichtig heute ein Schulabschluss ist, da ohne Abschluss keine Chance besteht, einen Lehrvertrag zu bekommen, geschweige denn die Prüfung zum Gebäudereiniger zu bestehen. Wagner: „Die Zahl der Ausbildungsplätze, die mangels Qualifikation nicht besetzt werden können, geht deutschlandweit in die Tausende. Letztes Jahr ist es uns leider nicht gelungen, eine qualifizierte Schulabgängerin für die Ausbildung als Bürokauffrau in unserem Unternehmen zu finden.“

Um das Berufsbild des Gebäudereinigers besser zu verstehen, räumte der Chef gleich zu Beginn mit einem Vorurteil auf: „Gebäudereiniger ist weit mehr als Kehrwisch und Kutterschaufel. Und Toiletten putzen muss der ausgebildete Gebäudereiniger auch nicht mehr. Als Geselle kennt er aber besser als seine ungelernten Kollegen die hygienischen Anwendungs- und Kontrollmethoden. Dies qualifiziert ihn wiederum als Führungskraft.“ Als Beispiel nannte er die Mathilde-Planck-Schule. Jeden Abend werden die Räumlichkeiten von 25 Wagner-Kräften gesäubert. Deren Vorgesetzter ist ein sogenannter Vorarbeiter bzw. Objektleiter und Ansprechpartner für Auftraggeber und Reinigungskräfte. Er weiß was zu tun ist und welche Geräte und Maschinen eingesetzt werden müssen. Im firmeneigenen Versuchslabor konnten die Schülerinnen sich selbst davon überzeugen, wie wichtig genaue Kenntnisse vielfältigster Werk- und Wirkstoffe sind, und die beiden Gebäudereiniger-Azubis Sami und Jener demonstrierten eindrucksvoll die zerstörerische Wirkung falsch angewandter Reinigungsmittel.

Grundvoraussetzung, um einen Ausbildungsplatz als Gebäudereiniger/in zu ergattern sind ein Hauptschulabschluss, handwerkliches Interesse, ein freundliches Wesen sowie körperliche Fitness. Auch wurde über die Verdienstmöglichkeiten gesprochen. Der Stundenlohn liegt im Beruf eines gelernten Gebäudereinigers mit an der Spitze im gewerblichen Bereich. Wer sich eignet und nach der dreijährigen Ausbildung zur Führungskraft aufsteigt, steht dann nochmal besser da.

Beeindruckt hat die Schülerinnen auch die Weiterbildungsmöglichkeiten in diesem Berufszweig. Vom Gebäudereiniger geht es weiter zum Gebäudereinigungsmeister, -techniker, bis hin zum Ingenieur für Reinigungs- und Hygienetechnik. Frauen haben in diesem Berufszweig ebenso gute Chancen wie Männer, da ihnen die bessere Reinigungs- und Führungskompetenz zugesprochen wird. Lehrerin Ursula Sonnenburg: „Fast alle hier wollen ihren Hauptschulabschluss und damit ihre Zukunftsaussichten verbessern. Berufswunsch der Schülerinnen ist in der Regel Kosmetikerin oder Arzthelferin. Wir sind beeindruckt von dem Berufsbild und den Aufstiegsmöglichkeiten. Eine echte Alternative zu den sogenannten Traumberufen.

Gebäudereiniger/in ist seit 1934 ein anerkannter Lehrberuf. Detaillierte Informationen zur Ausbildung gibt es beim Bundesinnungsverband, Telefon 0228/917750,
e-mail: biv.gebaeudereiniger.de, Internet: www.gebaeudereiniger.de.
Freie Stellen im Kreis vermittelt die Bundesagentur für Arbeit.

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  12. Oktober 2004